Bonusumsätze werden anhand festgelegter Bedingungen berechnet. Dabei kommt es nicht allein auf die Höhe einer Bonusgutschrift an: Auch der geforderte Umsatzmultiplikator, die tatsächlich gesetzten Beträge und die Spielbeiträge einzelner Angebote bestimmen, wie viel Umsatz angerechnet wird. Wer diese Größen auseinanderhält, kann Bonusbedingungen sachlich einordnen und verschiedene Berechnungsmodelle besser vergleichen.
Was der Umsatzmultiplikator beschreibt
Der Umsatzmultiplikator gibt an, wie oft ein bestimmter Ausgangsbetrag umgesetzt werden muss. Dieser Ausgangsbetrag kann sich auf den Bonus allein oder auf Bonus und Einzahlung zusammen beziehen. Die Regelung dazu steht in den Bonusbedingungen und ist für die Berechnung maßgeblich.
Ein einfaches Rechenbeispiel verdeutlicht den Unterschied: Bei einem Bonus von 20 Euro und einem Multiplikator von zehn auf den Bonus ergibt sich ein erforderlicher Umsatz von 200 Euro. Bezieht sich derselbe Multiplikator auf Bonus und eine Einzahlung von 20 Euro, beträgt die Berechnungsgrundlage 40 Euro und der Umsatz entsprechend 400 Euro. Die Multiplikator-Zahl allein sagt daher noch nicht, welcher Gesamtbetrag umgesetzt werden muss.
Die Einsatzhöhe als Grundlage der Berechnung
Als Umsatz zählen üblicherweise die Einsätze, die bei teilnahmeberechtigten Spielen getätigt werden. Ein Einsatz von fünf Euro kann dabei fünf Euro Umsatz ergeben, sofern das Spiel vollständig angerechnet wird. Gewinne verändern den bereits erfassten Einsatzumsatz in vielen Modellen nicht; entscheidend ist dann der gesetzte Betrag und nicht das Ergebnis einer einzelnen Runde.
Für die Übersicht hilft es, Einsatz und Umsatz nicht gleichzusetzen. Der Einsatz bezeichnet den Betrag einer Spielrunde. Der Bonusumsatz ist die Summe der Einsätze, die nach den geltenden Regeln für die Erfüllung der Umsatzanforderung berücksichtigt werden. Je nach Angebot können Höchsteinsätze oder bestimmte Einsatzarten gesondert definiert sein, weshalb die konkrete Berechnungsgrundlage in den Bedingungen nachzulesen ist.
Spielbeiträge und unterschiedliche Gewichtungen
Nicht jedes Spiel muss im selben Umfang zum Bonusumsatz beitragen. Bedingungen können einzelne Spielarten vollständig, teilweise oder gar nicht anrechnen. Ein Beitrag von 100 Prozent bedeutet, dass ein Einsatz von zehn Euro mit zehn Euro in die Umsatzrechnung eingeht. Bei einem Beitrag von 50 Prozent würden aus demselben Einsatz fünf Euro anrechenbarer Umsatz.
Diese Gewichtung beeinflusst die Zeit, die für das Erreichen des Umsatzziels benötigt wird. Bei einem bonus ohne einzahlung kann die Umsatzanforderung an eine gewährte Bonusgutschrift geknüpft sein; für die Berechnung sind auch hier Multiplikator, Einsatz und Spielbeitrag relevant. Ein einheitlicher Blick auf diese drei Werte erleichtert den Vergleich verschiedener Angebotsarten, ohne die Bonusform allein als Maßstab zu verwenden.
Eine Beispielrechnung mit Spielbeiträgen
Angenommen, ein Bonus von 15 Euro ist mit einem Multiplikator von zwölf auf den Bonus verbunden. Daraus ergibt sich ein Zielumsatz von 180 Euro. Werden Einsätze in einem Spiel mit 100-prozentigem Beitrag getätigt, entspricht ein Einsatzvolumen von 180 Euro dem Ziel. Bei einem Spiel, das zu 50 Prozent angerechnet wird, müssten dagegen 360 Euro eingesetzt werden, damit 180 Euro Bonusumsatz erfasst werden.
Die Rechnung zeigt, weshalb tatsächliche Einsätze und angerechneter Umsatz voneinander abweichen können. Für eine präzise Einschätzung sollten daher zunächst die Bezugsgröße des Multiplikators, danach die Spielbeiträge und schließlich mögliche Einsatzgrenzen betrachtet werden.
Die Bedingungen systematisch lesen
Eine übersichtliche Prüfung folgt einer festen Reihenfolge: Zuerst wird festgestellt, ob der Multiplikator für den Bonus oder für Bonus und Einzahlung gilt. Danach werden die Beiträge der einzelnen Spiele berücksichtigt. Zum Schluss lässt sich anhand der vorgesehenen Einsatzhöhe abschätzen, welcher Anteil des Ziels mit den gewählten Spielen erreicht wird. So entsteht ein nachvollziehbares Bild davon, wie Bonusumsätze zusammengesetzt sind und welche Größen für ihre Berechnung zählen.
